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iPhone- und Handy-Lautsprecher reinigen, ohne sie zu beschädigen

Nimm die Hülle und eine eventuelle Schutzfolie ab und sieh dir beide Lautsprecheröffnungen bei hellem Licht an. Bürste das Gitter mit einer kleinen, weichen Bürste, die sauber und völlig trocken ist, und halte sie schräg, damit der Schmutz heraus- und nicht hineinfällt. Das empfiehlt Apple selbst. Restliche Fussel nimmst du mit schwach klebendem Malerkrepp von der Oberfläche ab. Keine Zahnstocher, Nadeln, Knete, Druckluft oder Flüssigkeiten. Spiel vorher und nachher einen Testton ab: Bleibt das Scheppern oder der dumpfe Klang, liegt es wahrscheinlich an Wasser oder einem beschädigten Lautsprecher, nicht an Schmutz.

Ist es wirklich Schmutz?

Reinige erst, wenn du weißt, was du eigentlich behebst. Staub und Fussel aus der Hosentasche sammeln sich langsam an und lassen einen Lautsprecher dünn klingen, scheppern oder bei bestimmten Tönen knistern. Klingt er direkt nach einem Spritzer dumpf, sitzt eher Wasser im Gitter. Ist der Lautsprecher komplett stumm, steckt oft eine Einstellung oder ein Hardwaredefekt dahinter.

Spiel vor dem Start einmal den kostenlosen Lautsprechertest ab. Merk dir, welcher Lautsprecher betroffen ist, die Hörmuschel oben oder der Lautsprecher an der Unterkante, und wie er klingt, damit du danach vergleichen kannst. Ist das Handy vor Kurzem nass geworden, fang lieber damit an, das Wasser aus dem Lautsprecher zu bekommen.

  • Apple und Google beginnen gleich: Hülle und jede Schutzfolie oder jeden Displayschutz abnehmen. Ein Schutz, der einen Teil der Hörmuschel verdeckt, kann Telefonate schon allein dämpfen.
  • Stummmodus, eine niedrige Medienlautstärke oder ein Bluetooth-Gerät, das den Ton übernommen hat, können wie ein kaputter Lautsprecher wirken. Prüf das zuerst.
  • Knistert es, seit das Handy nass geworden ist? Lies, warum meist Staub dahintersteckt und nicht Wasser.

Was du brauchst

Nichts Teures und nichts Nasses. Android-Handys sind genauso aufgebaut wie ein iPhone, mit einer Hörmuschel oben und einem Lautsprechergitter an der Unterkante, deshalb brauchst du dieselben Hilfsmittel.

  • Eine kleine Bürste mit weichen Borsten, sauber und völlig trocken: eine neue weiche Zahnbürste, ein Make-up-Pinsel oder ein kleiner Malpinsel.
  • Schwach klebendes Malerkrepp. Normales durchsichtiges Klebeband kann Kleberreste auf dem Gitter hinterlassen.
  • Eine Taschenlampe oder das Licht eines zweiten Handys, um in die Löcher zu sehen.
  • Ein weiches, fusselfreies Tuch für Glas und Rahmen rund um die Öffnungen.

Den unteren Lautsprecher reinigen

Schalte das Handy aus und nimm die Hülle ab. Halte es mit dem Lautsprechergitter nach unten, damit alles, was du löst, herausfällt und nicht weiter hineinrutscht.

Bürste mit kurzen, leichten Strichen schräg über die Löcher und klopf dann die Kante des Handys sanft gegen deine Handfläche. Kontrollier die Löcher im Licht und wiederhol das Ganze. Mehrere sanfte Durchgänge bringen mehr als einmal kräftig schrubben.

Für Fussel, die auf der Oberfläche hängen, wickelst du einen Streifen Krepp mit der Klebeseite nach außen um die Fingerkuppe. Drück ihn leicht auf das Gitter und heb ihn gerade wieder ab. Nicht darüberziehen und nicht versuchen, ihn in die Löcher zu drücken.

Reinige auch die Hülle. Tiefe Aussparungen sammeln Taschenfussel und drücken sie beim Aufsetzen direkt wieder gegen das Gitter.

Die Hörmuschel oben reinigen

Das Gitter der Hörmuschel ist feiner als das untere und berührt bei jedem Anruf dein Gesicht. Deshalb sammelt sich dort neben Staub auch Hautfett und Make-up. Dieser fettige Film ist ein häufiger Grund, warum Telefonate über die Monate immer leiser werden.

Nimm hier nur die trockene Bürste und noch weniger Druck. Steck niemals einen Zahnstocher, ein Wattestäbchen oder Klebeband in diesen Schlitz: Das Gitter ist dünn und verbeult leicht.

Für Fett auf Glas und Rahmen rund um die Hörmuschel erlaubt Apple ein Tuch mit 70-prozentigem Isopropylalkohol auf harten Außenflächen. Wisch um den Schlitz herum, nicht darüber, denn Apple sagt auch, dass keine Feuchtigkeit in Öffnungen gelangen darf.

Den Rest mit Schall herausrütteln

Nach dem Bürsten bleibt meist etwas feiner Staub im Gitter, wo die Borsten nicht hinkommen. Ein Reinigungston lässt den Lautsprecher schnell genug schwingen, um leichte, lose Partikel zu lösen, sodass sie herausfallen können. Fett löst er nicht, und festgedrückte Fussel holt er nicht heraus. Er wirkt also nach der Bürste, nicht statt ihrer.

Wring hat dafür neben dem Wasserzyklus einen eigenen Modus zur Staubreinigung. Leg das Handy mit dem Gitter nach unten hin und halte es von deinen Ohren fern, während der Ton läuft. Die App ist kostenlos mit Werbung und Nutzungslimits, Pro entfernt beides.

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Was nicht ins Gitter gehört

Die meisten Schäden beim Reinigen entstehen durch Werkzeuge, die harmlos aussehen. Wenn du überhaupt Luft verwenden willst, ist ein Blasebalg für Kameraobjektive viel sanfter als eine Dose: kurze Stöße aus 2 bis 3 cm Abstand, nie mit der Spitze direkt auf dem Gitter.

  • Zahnstocher, Nadeln, Büroklammern und SIM-Werkzeuge. Sie können das Gitter oder die Membran dahinter durchstechen, und ein Holzzahnstocher kann splittern und ein Stück zurücklassen.
  • Klebeknete oder Reinigungsknete. Drückt man sie in die Löcher, reißen kleine Stücke ab und bleiben stecken.
  • Druckluft aus der Dose. Der Strahl kann Staub tiefer hineintreiben und die Membran belasten, und die Dose kann kaltes, flüssiges Treibgas ausstoßen. Apple rät, bei keinem seiner Produkte Sprays zu verwenden und beim iPad keine Druckluft.
  • Alkohol, Wasser oder Reinigungsspray in den Öffnungen. Flüssigkeit trägt Schmutz nach innen und kann Dichtungen und Klebstoffe beschädigen.
  • Wattestäbchen, die in die Löcher gedrückt werden. Sie hinterlassen Fasern.
  • Ein Föhn. Wärme reinigt nichts und kann die Klebstoffe aufweichen, die das Handy abdichten.

Prüfen, ob es geklappt hat

Schalte das Handy wieder ein und spiel denselben Lautsprechertest in derselben Lautstärke wie vorher ab. Vergleich denselben Ton auf demselben Pegel. Musik überdeckt Probleme, weil sie alle Frequenzen gleichzeitig abspielt.

  • Klarer und das Scheppern ist weg: fertig.
  • Besser, aber nicht perfekt: noch ein Durchgang mit Bürste und Krepp.
  • Dumpf und leise bei jedem Ton: Vielleicht ist es Wasser im Gitter, kein Schmutz.
  • Rau oder verzerrt sogar bei niedriger Lautstärke: Reinigen hilft hier nicht.

Wenn es kein Schmutz ist

Hör mit dem Reinigen auf und lass das Handy prüfen, wenn der Lautsprecher stumm ist, wenn der Ton bei jeder Lautstärke verzerrt klingt oder wenn das Problem nach einem Sturz begonnen hat. Dasselbe gilt, wenn Salzwasser oder ein zuckerhaltiges Getränk hineingelangt ist: Die Rückstände machen auch nach dem Trocknen Ärger, und nur eine Werkstatt kann sie richtig entfernen.

Apples eigene Checkliste endet genauso: Klingt es nach dem Prüfen der Einstellungen und dem Reinigen der Öffnungen immer noch falsch, muss der Lautsprecher möglicherweise in den Service.

Kurz beantwortet

Kann ich den Handy-Lautsprecher mit Alkohol reinigen? Nicht in den Öffnungen. Ein Tuch mit 70-prozentigem Isopropylalkohol ist für Glas und Rahmen drumherum in Ordnung, solange keine Flüssigkeit ins Gitter läuft.

Funktioniert ein Reinigungston wirklich? Er kann nach dem Bürsten leichten Staub lösen. Fett oder festgedrückte Fussel entfernt er nicht.

Ist eine Zahnbürste sicher? Ja, wenn sie weich, sauber und trocken ist und du über die Löcher bürstest, statt hineinzudrücken.

Wie oft sollte ich reinigen? Immer dann, wenn sich der Klang verändert. Wenn dein Handy ständig in Hosentaschen oder Taschen steckt, verhindert ein kurzes Abbürsten alle paar Monate, dass sich Fussel festsetzen.

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Quellen